Hannover

und seine Interessante Infos

Der älteste Teil des Alten Rathauses, an dem fast 100 Jahre gebaut wurde, stammt aus dem Jahre 1410. Proteste einer Bürgerinitiative unter Führung des Architekten Conrad Wilhelm Hase verhinderten, dass das Rathaus 1844 komplett abgerissen wurde. Hase durfte die verbliebenen Flügel restaurieren und stellte den Zustand aus der Zeit um 1500 wieder her. Die gotischen Fialengiebel und der Tonfries sind besondere Kostbarkeiten am Alten Rathaus. Das Alte Rathaus wird immer wieder gerne von Besuchern besichtigt. Aber nicht nur das Rathaus, sondern auch andere Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise der werden besucht. Um Hannover zu erkunden benötigt man schon einige Tage und sollte daher vorab am besten ein Hotel im Zentrum von Hannover reservieren.

Vom historischen mit den vielen Fachwerkhäusern blieb nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr viel übrig. Die letzten Häuser und Fassaden wurden zu einem „neuen“ Altstadtkern zusammengefasst. In der Burgstraße steht das älteste und schönste hannoversche Fachwerkhaus von 1566.

Der Ballhof wurde 1648 bis 1664 erbaut, damit man dem damals üblichen Ballspiel, eine Art Federball, auch bei schlechtem Wetter nachgehen konnte. Heute ist der Ballhof Spielort des Niedersächsischen Staatstheaters.

Der heutige Sitz des niedersächsischen Landtages, das Leineschloss geht auf ein im 12. Jahrhundert gegründetes zurück. Früher war es auch königliche Residenz. Georg Friedrich Laves hat das Haus zwischen 1816 und 1844 völlig umgebaut. 1943 brannte das Leineschloss, bis auf den Säulenvorbau, der einigermaßen unversehrt blieb, aus. Beim Wiederaufbau wurde an Stelle des zerstörten Seitenflügels ein Plenarsaal angebaut.

Die vom Hauptbahnhof zum Kröpcke, dem zentralsten Platz Hannovers, führende Bahnhofstraße ist eine Fußgängerzone auf zwei Ebenen. Der untere Teil wurde 2002 in Niki de Saint Phalle-Promenade umbenannt.

Der Maschsee in Hannover ist nicht nur für Spaziergänger sondern auch für Wassersportler interessant. Er ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Stadt und auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Auch finden hier Regatten und andere Bootsrennen statt. Auch Personenschiffe gibt es auf dem See. An der Südseite liegt das Maschseestrandbad.

Teil der Herrenhäuser Gärten ist wohl der größte und schönste Barockgarten Deutschlands. Er wurde 1666 vom Calenberger Herzog Johann Friedrich gegründet und vorwiegend von dessen Frau Sophie, Fürstin von Hannover, weiter ausgebaut. Der Berggarten entstand aus dem ehemaligen Nutzgarten des Schlosses, der später in einen botanischen Garten umgewandelt wurde.

Die Marktkirche in Hannover wurde im 14. Jahrhundert gebaut. Sie ist ein schönes Beispiel norddeutscher Backstein-Gotik. In der Marktkirche ist der Deutsche Michel begraben. Diesen Beinamen trug General Johann Michael von Obentraut, der an der Spitze des deutsch-dänischen Heeres gegen Tilly kämpfte und tödlich verwundet wurde.

Das Neue Rathaus ist eines der Wahrzeichen Hannovers. Es wurde im Jahre 1913 fertiggestellt. Der Prachtbau wurde von den Architekten Eggert und Halmhuber auf 6026 Buchenpfählen errichtet. Die Rathaushalle überspannt eine fast einhundert Meter hohe Kuppel unter der heute vier Stadtmodelle zu sehen sind, die Hannover zur Zeit des Mittelalters, in der Vorkriegszeit, die Zerstörungen 1945 und die heutige Innenstadt zeigen. Diese Modelle sind ein wahrer Besuchermagnet. Außerdem finden auch Führungen der Hannover Tourismus GmbH statt.

Der übergiebelte spätklassizistische Bau des Opernhauses wurde 1845 bis 1852 von Georg Friedrich Laves erbaut und diente anfangs als Hoftheater. 1943 brannte das Gebäude aus und wurde 1948 wiedererrichtet.

Geschichte Hannovers

Die Hauptstadt von Niedersachsen, Hannover, liegt an der Leine und war einst auch Hauptstadt des Königreiches Hannover. Hannover liegt am Übergang des niedersächsischen Berglandes zum norddeutschen Tiefland. Die verkehrsgünstige Lage Hannovers begünstigte sehr die Entwicklung vom mittelalterlichen Dorf zur Großstadt.

Entstanden ist Hannover aus einer mittelalterlichen Siedlung, die an einer hochwassergeschützten Stelle an der Leine lag. Dieser Lage verdankt Hannover wohl auch ihren Namen, denn Honovere heißt „hohes Ufer“. Die Namensgebung ist allerdings nicht gesichert. An einer seichten Leinefurt trafen sich schon damals zwei Fernstraßen und Hinweise auf eine Marktsiedlung gibt es schon aus dem Jahre 950.

Der Vicus (Marktflecken) wird urkundlich erstmals im Jahre 1150 urkundlich erwähnt. Im 12. Jahrhundert ließ Heinrich der Löwe Hannover ausbauen und die Grafen von Rohden bekam es als Lehen. Diese regierten von der Wasserburg bei Limmer in einer Leineniederung und von der Burg Lauenrode aus.

Das Stadtrecht bekam Hannover 1241 und seit dieser Zeit gibt es auch einen Rat der Stadt.

Ab 1350 hatte Hannover dann sogar eine richtige Stadtmauer von 8 Metern Höhe mit 34 Türmen. Zuvor hatte es nur Gräben und Wälle mit Palisaden gegeben.

1371 bekam Hannover nach dem Lüneburger Erbfolgekrieg das große Privileg verliehen und hatte somit Zoll- und Mühlenrechte und das Recht zur Befestigung der Stadt.

Ab 1392 bekam Hannover dann auch eine Landwehr und erlebte eine wirtschaftliche Blüte. Außerdem trat Hannover zu dieser Zeit auch der Hanse bei. In dieser Zeit stieg die Bevölkerung auf rund 4.000 Einwohner an.

Zur Zeit der Reformation entschied sich die Bevölkerung dazu, die protestantische Lehre Luthers anzunehmen und am 26. Juni 1533 schwor eine Versammlung auf dem Marktplatz zu Luthers Wort zusammenzustehen. Der katholische Rat der Stadt war gezwungen nach Hildesheim zu flüchten.

Die Festungsartig ausgebaute Stadt wurde während des Dreißigjährigen Krieges 1636 von Georg von Calenberg zur seiner Residenz gemacht und erlebte eine neue Blüte als Residenzstadt.

1676 berief Herzog Johann Friedrich Gottfried Wilhelm Leibniz zum Hofrat und Leiter der Bibliothek.

Georg Friedrich Händel war von 1710 bis 1712 Kapellmeiste am Hof des Kurfürsten Georg Ludwig von Hannover. Als dieser dann den britischen Thron als Georg I. bestieg verlegte er seine Residenz natürlich von Hannover nach London.

Nur ein Kreis Adliger und Beamter blieb zurück um die Stadt zu regieren. Dadurch dass auch das Schloss und der Garten Herrenhausen nicht mehr genutzt wurden konnte der Barockzustand des Gartens erhalten bleiben.

1837 ging die Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover zu Ende und König Ernst August bestieg in Hannover den Thron. 1843 wurde Hannover dann auch ans Eisenbahnnetz angeschlossen.

1866 wurde aus der Residenzstadt Hannover nach dem Deutschen Krieg eine preußische Provinzhauptstadt. Die Aufhebung des Zunftzwanges und die damit verbundene Gewerbefreiheit bedeuteten einen wirtschaftlichen und industriellen Aufschwung für die Stadt.

1883 wurde Hannover kreisfreie Stadt.

1902 bekam Hannover den ersten mobilen Feuerlöschzug der Welt und die erste Leuchtreklame Deutschlands wurde von Hermann Bahlsen installiert.

Unter den 1938 nach Polen ausgewiesenen Juden polnischer Herkunft war auch die Familie von Herschel Grünspan, der daraufhin in Paris den Legationsrat Ernst Eduard vom Rath tötete. Dies nahmen die Nationalsozialisten zum Vorwand für die Novemberprogrome. Am 9. November wurde auch in der Calenberger Neustadt die 1870 von Edwin Oppler in neuromanischer Form entworfene Synagoge niedergebrannt.

Während des Zweiten Weltkrieges war Hannover ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und dadurch dass es dort viel Rüstungsindustrie gab, auch immer wieder Ziel alliierter Luftangriffe.

Von Rudolf Augstein wurde 1947 das Magazin „“ gegründet, 1948 von Henri Nannen der „“. Die erste Bundesgartenschau fand in Hannover 1951 statt.

Die Expo 2000 in Hannover war die erste Weltausstellung in Deutschland.

Museen rund um Hannover

Eines der bekanntesten Museen in Hannover ist sicherlich das Sprengel Museum mit Kunst des 20. Und 21. Jahrhunderts.

Im Niedersächsischen bekommen Sie einen Einblick in die Geschichte.

In einer ständigen Ausstellung im Wilhelm-Busch-Museum werden Werke des 1832 in der Nähe von Hannover geborenen niedersächsischen Künstlers gezeigt.

Zoo in Hannover

Im Erlebnis-Zoo Hannover finden die Besucher neben exotischen Landschaften und über 1.800 Tieren auch tolle Shows. Sie können mit dem Boot durch die afrikanische Savanne fahren, den Gorillaberg oder den indischen Dschungelpalast besuchen, Kinder werden sich im Kinderland Mullewapp bestimmt wohlfühlen und auch die ländliche Idylle auf Meyers Hof lädt zum verweilen ein.

Gastronomie in Hannover

Im Frühjahr ist besonders der Spargel aus dem Burgdorfer Land ein Genuss. Ansonsten gibt es in Hannover alles was das Herz begehrt. Von gut-bürgerlicher Küche bis zu internationalen Spezialitäten. Neben eleganten Bars gibt es auch urige Kneipen.

Öffentliche Verkehrsmittel in Hannover

Tagestickets für öffentliche Verkehrsmittel gibt es natürlich auch in Hannover.

Ausflugsziele in der Nähe von Hannover

Tolle Ausflugsziele in der Umgebung von Hannover sind der Vogelpark Walsrode, mit vielen Vogelarten, die es sonst in keinem Zoo zu sehen gibt, der Dinosaurierpark Münchehagen, das Otter-Zentrum Hankensbüttel, der Wildpark Lüneburger Heide und noch einige mehr.

Vor den Toren Hannovers liegt außerdem das Steinhuder Meer, der größte Binnensee Niedersachsens. Er ist ein Stück lebendiger Natur umgeben von Mooren, grünen Wiesen und sanften Hügeln. Das Steinhuder Meer ist seit Jahrzehnten Anziehungspunkt für Touristen und Erholungssuchende aus der Region.

20 Kilometer entfernt von der Stadt liegt der Deister, das Hausgebirge der . Hier laden Buchen- und Fichtenwälder zu Ruhe und Erholung ein. Das Gebiet ist ideal für Wanderer und Radler mit gut ausgebauten und markierten Wegen.

Ein Kommentar zu “Hannover

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