Stuttgart

– die fünftgrößte Stadt in Deutschland

Der Fernsehturm von Stuttgart ist das Wahrzeichen schlechthin. Seine stolzen 216 Meter wurden 1955 fertiggestellt und sind auf dem 483 Meter hohen “” zu finden.

Stuttgart

© Bild by Michael Behrens / flickr.com – (CC BY-SA 2.0)

Schon bei der Planung wurde er mit einer Kanzel für Touristen bedacht. Nach gerade mal 5 Jahren waren die Baukosten wieder drin. Die Touristenkanzel befindet sich in 150 Metern Höhe und bei guter Fernsicht kann man auch schon mal die Alpen sehen. Täglich geöffnet.

Die Markthallen wurden 1914 im Jugendstil gebaut. Dieses Bauwerk wurde während des Krieges und auch durch ein Feuer 1993 schwer beschädigt. Heute nicht nur ein Markt für Lebensmittel, sondern an vielen Stellen auch ein Feinschmeckermarkt. So um die 50 Standl preisen frische Ware an. Stehimbisse sind auch zu finden. Mo-Sa geöffnet.

Wenn man nach ihr fragt, der Standseilbahn, wird man Ihnen vielleicht nicht weiter helfen können. Wenn man aber nach dem Erbschleicherexpress oder der Lustigen-Witwen-Bahn fragt, weiß jeder was gemeint ist. Die romantische Standseilbahn ist ein Überbleibsel aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Sie ist wirklich immer noch ein reguläres öffentliches Verkehrsmittel und nicht nur zur Freude der Besucher da. Sie verbindet Stuttgart Heslach und Waldfriedhof. So, jetzt weiß man, woher sie diese Beinamen hat 😉

Wirklich erhaben ist der Schlossplatz vor dem Neuen Schloss bei Abend. Die Beleuchtung ist ein Kunstwerk. Der Schlossplatz liegt nahe der Königstraße, der Shoppingmeile Stuttgarts schlechthin. Die Grünflächen, die alten Kastanien und der Brunnen laden zum Verweilen ein.

Von Herzog Carl Eugen stammt das Neue Schloss (1746). Die Jubiläumssäule wurde zur 25jährigen Regierungsfeier König Wilhelm I. 1841 errichtet.

Heute wird das Neue Schloss auch zum Empfang von Staatgästen genutzt. In den Seitenteilen befinden sich verschiedene Ministerien. Die Bauzeit von 1746 – 1807 überdauerte verschiedene Baustile. Also findet man hier alles von Barock, Klassizismus und Rokoko.

Unweit des Schlossplatzes befindet sich das Alte Schloss. Um 941 erbaut als einfache Wasserburg. Es diente dem Schutz des Gestüts “”. Sein Ausbau dauerte bis in die Mitte des 16. Jhd. an; es diente als Residenz der Grafen und Herzöge von Württemberg.

Die Stiftskirche (1170), in der heute immer noch regelmäßig der Chor auftritt und die Orgel gespielt wird, wurde im Zweiten Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen und einiges wurde nicht originalgetreu wiederaufgebaut.

Die Hospitalkirche ist die drittälteste Kirche Stuttgarts und ist die Gemeinde der evangelischen Bevölkerung. Die Kreuzigungsgruppe von 1501 von Hans Seyfer ist sehr sehenswert. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges stand diese in der Leonhardskirche.

Geschichte von Stuttgart

Ihren Ursprung hat Stuttgart, die Hauptstadt von Baden-Württemberg, bereits in der letzten Eiszeit. Aber so weit muss die historische Info nun nicht reichen.

950 hat der damalige Herzog Luitolf von Schwaben ein Gestüt angelegt. Aus den “Stutengarten” entwickelte sich im Laufe der Jahre aus einer kleinen Siedlung die Stadt Stuttgart.

Urkundlich erwähnt 1229 durch Papst Gregor IX.

1219 zur Stadt ernannt durch Markgraf Hermann V.

1312 – 1315 fiel Stuttgart an das Heilige Römische Reich.

Nach dem wieder Friede herrschte, wurde vom gebürtigen Stuttgarter Eberhard I. Graf von Württemberg, die bis dahin unscheinbare Stadt zur Residenz ausgebaut. Das Grab des Herrschers ist in der im 11. Jhd. erbauten Stiftskirche zu finden.

Wirtschaftlich voran kam Stuttgart durch seine Handwerkstradition und den Wein(-anbau).

1495 brachte die Ernennung Stuttgarts zum Herzogtum wieder Unruhen. Es eskalierte im berühmten Bauernaufstand “” 1514. Der Widerstand wurde zerschlagen. 1700 Bauern mussten unter Gefangennahme, Folter, Einkerkerung leiden und nicht wenige wurden geköpft.

Der Dreißigjährige Krieg 1618 trieb Stuttgart in die Enge. Hunger und Seuchen kehrten ein und nicht mal 5000 Einwohner zählte die Stadt. Erst nach Friedensabschluss 1648 konnten die Stadt und ihre Bewohner sich wieder erholen.

1770 wurde die Karlsschule gegründet. Sie war für Schüler aus angesehenen Familien gedacht. 1781 erhob Kaiser Joseph II. die Schule zur Universität. Ein berühmter Absolvent ist Friedrich von Schiller.

Nach dem Tode von Carl Eugen, wurde Stuttgart von Napoleons Truppen besetzt. Der Einfluss Napoleons war gewichtig für Stuttgart. Es wurde die untere Königstraße angelegt wie auch die Gegend um die Tübinger Straße.

1819 bekam das Land und seine Hauptstadt Stuttgart von Wilhelm I. eine Verfassung. Er reagierte nicht absolutistisch und senkte z.B. auch die Steuern, obwohl sein Regierungsantritt in die Zeit der schweren Wirtschaftskrise 1816 fiel. Wilhelm I. war sehr an der Landwirtschaft interessiert, so dass er bald den Namen “König der Landwirte” inne hatte.

Ein Vorläufer der späteren Universität Stuttgart war seine 1818 gegründete “Landwirtschaftliche Unterrichts- Versuchs- und Musteranstalt” in Hohenheim.

In diesem Jahr rief er auch das jährlich im Oktober stattfindende Fest zu Cannstatt aus; heute als das Cannstatter Volksfest bekannt.

Die Industrialisierung zog erst nach dem Tode Wilhelm I. ein, mit Karl Friedrich Alexander. Sein Herzblut galt der Infrastruktur. Die schlechte Lage Stuttgarts war das Ergebnis der ungünstigen Verkehrslage und den daraus fehlenden Rohstoffen.

Mit der Eröffnung des Bahnhofes in der Bolzstraße 1846 änderte sich dies schlagartig.

1893 wurde der in Bad Cannstatt gegründet.

1918 wurde die Monarchie auch in Stuttgart gestürzt. Wilhelm II. dankte ab.

Museen & Kultur in Stuttgart

Mercedes-Benz Arena/Gottlieb-Daimler-Stadion/Neckarstadion: nicht nur für den VfB Stuttgart da zum Fußball spielen, sondern auch die Bühne vieler großer Stars wie den Rolling Stones, Genesis, Herbert Grönemeyer.

Das Mercedes-Benz bietet eine fantastische Zeitreise durch die Geschichte des Automobils. Auf 16.500 qm mit 1500 Exponaten gibt es fast alles aus der automobilen Geschichte. “” bis zu modernen Forschungsfahrzeugen kann alles bestaunt werden.

Geöffnet von Dienstag bis Sonntag. Auch der Museumshop lässt die Herzen höher schlagen. Literatur, Modelle, Mode und Gebrauchsgegenstände sind zu erwerben.

Das Porsche Museum ist natürlich auch einen Besuch wert. Geöffnet auch nur von Dienstag bis Sonntag. Um die 80 Fahrzeuge und zahlreiche Exponate lassen einen an jedem Stück lange verweilen. Die weltbekannten Klassiker wie 365, 550, 911 und 917 sind auch ausgestellt. Serienfahrzeuge sind ebenso wie Rennwagen zu sehen.

Die Staatsgalerie Stuttgart zeigt einen reichen Bestand an Gemälden und Plastiken vom 14. – 20. Jhd.

Das staatliche Museum für Naturkunde ist ein Familienklassiker. Veranstaltungen und extra Ausstellungen bringen nicht nur Informatives, sondern auch Spaß am Museumsbesuch.

Auch das Völkerkunde Museum ist sehr interessant, da es viele eigene Ausstellungen bietet. 2010 sind u.a. zu sehen: – indische Tänze, Macht und Widerstand, Wilde Kerle und schöne Frauen.

Zoo & Erlebnisbad in Stuttgart

Natürlich sollte man auf jeden Fall die Wilhelma besuchen. Dieser Zoo bietet wirklich viel, wie man ja im Fernsehen bestimmt schon mal gesehen hat.

Der einzige in Europa, der zoologischer und im einem ist.

Hervorzuheben ist die sehr gute Menschenaffenhaltung inkl. Jungtieraufzuchthaus. Orang-Utans, Schimpansen, aber auch Gorillas und Bonobos leben hier geräumig im Familienverbund.

Auch das Aquarium ist was besonders. Die Wasserwelt wird auch in Bächen, Seen und Flüssen gezeigt.

Das Nachtierhaus lässt auch einem tagsüber die nachtaktiven Tiere beobachten.

Der botanische Teil besticht durch eine schier unglaubliche Orchideensammlung, auch der große Magnolienhain ist toll.

Wilhelm I. ließ diese Anlage errichten, auch um seiner Angetrauten Wilhelmina zu danken.

Gebaut 1842-53 von Karl-Ludwig Zanth, der vieles mit orientalischem Zauber belegte. So sind mehrere Gebäude im maurischen Stil.

Das Fildorade Erlebnisbad wird jeden glücklich machen, denn das Angebot ist breit gefächert. Rutschen mit Sound- und Lichteffekten, Reifenrutsche, Schanzenrutsche lieben die Kinder.

Das Wellenbecken wie auch das Strömungsbecken bieten den größeren viel Spaß. Auch der 8 Meter hohe Wasserfall ist ein Hit.

Gastronomie in Stuttgart

In der rustikalen Tauberquelle wird man gut satt, allerdings ist es schon recht touristisch; andererseits ist man ja als Tourist da… die Auswahl der Speisen ist schwäbisch; von der dunklen Flädlesuppe, zu Wurstsalat mit Schwarzwurst, oder dem Schwabenteller? Maultaschen gibt es natürlich auch sowie Kässpätzle.

Ansonsten einfach ins Bohnenviertel. Dort gibt es eine sehr große Auswahl an nationaler und internationaler Küche. Weinstuben und Brauhäuser runden das ganze ab.

Öffentlicher Verkehr in Stuttgart

Interessant ist vor allem das StuttCard Plus Ticket. Drei Tage freie Fahrt in Bus & Bahn inkl. freier oder ermäßigter Eintritte in staatliche Museen, Stadtrundfahrten, Schifffahrten, Bäder…

Auch gibt es lohnenswerte Gruppentickets bis 5 Personen.

Ausflugsziele in der Nähe von Stuttgart

Die Grabkapelle liegt 411 Meter hoch auf dem Rotenberg. 1819 ließ König Wilhelm I. diese Grabkapelle für seine geliebte Gemahlin Katharina errichten. Erbaut in klassizistischer Form von Giovanni Salucci.

Die Grabkapelle ist eine der schönsten Aussichtspunkte für Ausflüge in die Umgebung Stuttgarts. Von März bis November zu besichtigen.

Für Sportliche bieten sich im nahe gelegenen Esslingen Kanutouren aller Art an. Auch Ungeübte können es wagen, denn es stehen Spezialboote zu Verfügung.

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