Aachen

, die westlichste Stadt Deutschlands in der Nähe zur niederländischen und belgischen Grenze, war über 600 Jahre lang Krönungsort der deutschen Könige. Unter Karl dem Großen wurde zum Zentrum des Kaiserreiches. Diese lange Geschichte und die einst so wichtige Bedeutung prägen die Stadt bis heute. Bei einem Spaziergang durch trifft man auf zahlreiche Baudenkmäler aus dieser großen Vergangenheit.

Aachen

© Bild by Florian / flickr.com – (CC BY-SA 2.0)

Ein Rundgang durch die Altstadt

Im Mittelpunkt der Altstadt erhebt sich der mächtige Dom, der auch das Wahrzeichen von Aachen ist. 1978 wurde er als erstes Bauwerk in Deutschland zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. In ihm befinden sich sakrale Kunstschätze von einzigartigem Wert sowie der berühmte Karlsschrein mit den Gebeinen Karls des Großen. Rund um den Dom befinden sich zahlreiche alte Bürgerhäuser, beispielsweise um den Fischmarkt, sowie Ausgrabungen von römischen Badeanlagen und Tempeln. Im „Grashaus“ aus dem Jahre 1267 befindet sich das Stadtarchiv mit einer umfangreichen Dokumentation zur Stadtgeschichte.
Nördlich des Doms, am Marktplatz, trifft man auf das imposante Rathaus, das um 1350 auf den Grundmauern der Residenz Karls des Großen erbaut wurde. Ende des 17. Jahrhunderts erhielt es seine barocke Fassade und einen barocken Innenausbau. Unter den rund 50 Statuen, die das Rathaus zieren, befinden sich unter anderem die in Aachen gekrönten Kaiser und Könige. Im Inneren des Gebäudes können beispielsweise der Ratssaal und der Krönungssaal besichtigt werden, in dem die Festbankette nach den Krönungsfeierlichkeiten ausgerichtet wurden. Direkt auf dem Marktplatz befindet sich ein Brunnen mit einem Standbild Karls des Großen. Südlich des Rathauses erstreckt sich der Katschhof, der ehemalige karolingische Palasthof. Aachener Wohnkultur von 1740-1840 kann man im Couven-Museum südöstlich vom Rathaus besichtigen.

Auf den Spuren der Bäderstadt Aachen

Aachen hat nicht nur eine lange Geschichte als Krönungsstadt, sondern auch als Kur- und Heilbad. Die schwefelhaltigen Kochsalzquellen waren schon den Kelten und den Römern bekannt. Das Wahrzeichen dieser Seite Aachens ist der Elisenbrunnen am südöstlichen Altstadtrand, mit einer offenen Wandelhalle. Aus zwei Trinkbrunnen fließt hier das 52 Grad warme Wasser der Kaiserquelle. Im Nordosten der Stadt liegt das „Kurgebiet Mohnheimsallee“ mit den Carolus-Thermen und einem weitläufigen Kurpark, in welchem sich das Observatorium und das Spielkasino Aachen befinden.

Aachen bietet neben seinem beeindruckenden Stadtbild und den schönen Kuranlagen aber auch eine Reihe von interessanten Museen, wie beispielsweise das Zeitungsmuseum in der Altstadt (Pontstraße 13) und das Ludwig-Forum für internationale Kunst (Jülicher Straße97-109). Zu entdecken gibt es also genug, in dieser Stadt, die für die deutsche Geschichte eine so herausragende Rolle gespielt hat.

Bild by Florian / flickr.com – (CC BY-SA 2.0)

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